TOP 10 Highlights Neuseeland – Nord- & Südinsel

TOP 10 Highlights Neuseeland, Nordinsel und Südinsel

Was du in Neuseeland nicht verpassen solltest…

Im Land der langen weißen Wolke vergeht die Zeit schneller als irgendwo sonst auf der Welt. Besonders wenn man, wie wir,  „nur“ zweieinhalb Monate hat und davon eineinhalb Monate für das tatsächliche Reisen blieben. Da wir mit dem CamperVan unterwegs waren, konnten wir die Zeit optimal nutzen und haben so gut wie jeden Tag ein anderes Highlight Neuseelands erleben dürfen. Dabei sind wir in Auckland gestartet und mussten in Christchurch mit einem lachenden und einem weinenden Auge weiterreisen. Für alle, die ähnliches planen oder neugierig sind, wohin uns unsere Rundtour geführt hat, sind hier unsere TOP 10 Highlights für Nord- und Südinsel:

 

TOP 10 Nordinsel Neuseeland:

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Auf dem Weg von Auckland Richtung Norden kommt man an der Ostküste Whangarai vorbei. Vom Parkplatz ist man nach wenigen Schritten erreicht man die Whangarai Falls, die man sowohl von oben als auch von unten betrachten kann. Ein schöner Platz für alle, die Wasserfälle mögen.

Tipp: Ein schönes Foto gibt es, wenn du dich oben auf die Steine direkt am Wasserfall stellen – auf eigene Gefahr.

Unterwegs zur Nordspitze erreichten wir unser zweites Highlight: Die Waitangi Treaty Grounds. Beeindruckende Kulturstätte, die  das geschichtliche Zusammenspiel von Europäern und den Maori präsentiert (hier wurde der Vertrag von Waitangi unterzeichnet – heute ein Nationalfeiertag am 06.Februar). Die Maori Tanz- und Kampfkunst-Show lohnt sich ebenfalls.

Tipp:  Oute dich an der Kasse als Backpacker – es gibt 10$ Preisnachlass.

 

Der nördlichste Punkt Neuseelands mit einem hübschen Leuchtturm, dem obligatorischen “wieweitisteswohin-Schild” und einem schönen Ausblick über die Küste. Auf dem Hin- oder Rückweg kommt man bei den Tepaki Dunes (wo man Sandboarden kann) und dem 90 Mile Beach vorbei.

Achtung Autofahrer: Du bist in der Regel auf dem 90 Mile Beach NICHT versichert.

Auf der Coromandel Halbinsel gibt es zwei weitere Highlights der einzigartigen Natur Neuseelands. Am Hot Water Beach finden sich wirklich viele Menschen zu einer  großen Sandbuddel-Party zusammen und die Cathedral Cove zeigt die Kraft der Wellen, die mit der Zeit den hohen Höhlendurchgang in der Küste geschaffen hat.

Tipp: Sei am besten zwei Stunden vor Ebbe dort – dann grabe 1 Meter links oder rechts von der Stelle, wo du die Hitze an den Füßen spürst (sonst verbrennst du dich!)

Neuseeland von unten und die Glühwürmchen, die gar keine sind – das bekommt man beim Black Water Rafting durch die Waitomo Caves. Dabei gibt es verschiedene Varianten der Höhlen-Erkundung. Wir haben uns teils gemütlich, teils wagemutig auf dem Schwimmreifen durch die Höhlen führen lassen. Auf jeden Fall ein außergewöhnliches Highlight Neuseelands, dass ich jedem empfehlen würde.

Tipp: In  der Nähe der Höhlen gibt es einen Wanderweg, auf dem man ab Einbruch der Dunkelheit kostenlos die leuchtenden „Glühwürmchen“ sehen kann.

Du hältst nichts von Hobbiton, weil es von Menschen gemacht und extra für Touristen ist? Ich habe ähnlich gedacht, aber es ist wirklich schön gemacht und liebevoll gestaltet. Auch für Nicht-Herr-Der-Ringe-Fans ist es eine schöne und ungewöhnliche Erfahrung – mach dir am besten selbst ein Bild und viele Fotos.

Info: Du kannst Hobbiton nicht auf eigene Faust erkunden – es liegt auf Privatgelände und man kommt nur mit der offiziellen Führung für 75$ (Stand 02/2015) zu den Hobbithöhlen.

Farbenfrohe Geothermik kann man in unterschiedlichsten Variationen in Wai-O-Tapu erkunden. Auch für Nicht-Geologen ist die Vielfalt beeindruckend und einen Geysir sieht man auch nicht alle Tage.

Tipp: Weißt du, woher die wissen dass der Geysir um 10:15 Uhr „losgeht“? Sie kippen Chemikalien hinein um ihn zu „starten“ (So etwas wie natürliches Waschmittel)

Beides sind gigantische Wassermassen, die sich entweder natürlich oder aus einem Schleusentor heraus ihren Weg bahnen. Die Huka Falls sind nicht besonders hoch, beeindrucken dabei umso mehr mit der Menge an Wasser, die durch die wenige Meter breite Schlucht fließt.

Die Aratiata Rapids (Schleusentor) öffnen sich und schaffen so den 28 Meter hohen Wasserfall, der in wenigen Minuten den Bach zu einem reißenden Fluss verwandelt. Dabei ist nach knapp 15 Minuten dieses Schauspiel wieder vorbei .

Tipp: Die Rapids öffnen sich im um 10:00, 12:00 und 14:00 Uhr, von Oktober bis März zusätzlich um 16:00 Uhr.

Am Lake Taupo findest du die bekannten Rock-Carvings, die nicht auf dem Landweg zu erreichen sind, Du kannst aber z. B. mit dem Kayak hinpaddeln. Allerdings würde ich das nur bei gutem Wetter, mit ein wenig Fitness und Motivation empfehlen. Entspannter war es für uns mit der Segeltour der „Barbary“, die ebenfalls sehr nah an die Fels-Schnitzereien heran fährt und eine schöne und gemütliche Art ist den Lake Taupo und die Maori Kunst zu bewundern.

Tipp: Bei bookme.co.nz gibt es öfter Angebote für die Segeltour – schau einfach mal nach.

Zuerst muss ich gestehen, dass ich kein wirklicher Wander-Fan bin. Diese 19,4km lange Tageswanderung ist jedoch wirklich imposant. Hoffentlich hast du noch mehr Glück mit dem Wetter und hast auch am Nachmittag noch klare Sicht auf die blauen Pools. Sei dir bitte bewusst, dass es wirklich eine lange Wanderung ist, aber schaffbar (Dauer ca. 7 Stunden).

Tipp: Mach es bei gutem Wetter, lass dir Zeit und nimm warme Kleidung, viel zu Trinken und ein paar Snacks mit.

 

 

TOP 10 Südinsel Neuseeland:

Von Marahau ging es für uns nach kurzer Einweisung schon aufs Wasser. Wir paddelten an der schönen Küste entlang und um eine der naheliegenden Inseln herum. Auch wenn es „nur“ vier Stunden waren und wir zu zweit gepaddelt sind, war die ungewohnte Bewegung durchaus anstrengend, aber das war es wert. Du kannst mit dem Kayak einsame Buchten und Strände entdecken, die vom Land nicht zu erreichen sind.


Entlang der rauen Westküste ging es weiter nach Franz Josef. Wegen des schlechten Wetters mussten wir den geplanten Heli Hike (Mit dem Helikopter auf den Gletscher fliegen und dort mit einem Guide den Gletscher hautnah erleben) vertagen. Da wir nach einem Monat Camper-Reise einen Monat arbeiten und anschließend noch einmal zehn Tage die Südinsel entdecken wollten. Doch ich kann schon an dieser Stelle verraten, dass wir auch beim zweiten Besuch von Franz Josef kein Glück hatten. Stattdessen folgten wir dem Wanderweg am nahegelegenen Fox Glacier, der einen knapp 200 Meter nah an den Gletscher heranbringt. So bekamen wir zumindest aus der Ferne einen beeindruckenden Blick auf den leider dahinschmelzenden Riesen.


Der nächste Stopp führte in die “Adrenaline-City” Neuseelands, wo wir es uns haben gut gehen lassen: Gondelfahrt und Ausblick über die Stadt, Fergburger, Churros von Patagonia Chocolaterie und abends noch einen Cocktail in der Eisbar.
Uns hat Queenstown so gut gefallen, dass wir bei unserer zweiten Runde über die Südinsel noch einmal herkamen (und das lag auch am Fergburger). Diesmal waren wir aber nicht nur zum essen gekommen sondern stürzten uns mehr oder weniger todesmutig in den höchsten Canyonswing (60m freier Fall – in allen Variationen) oder von noch weiter oben aber etwas gemächlicher mit dem Paraglyder vom Berg (ca. 10-15 Minuten dauert übrigens so ein Flug). Beides Erfahrungen die man sicher nie vergisst.
Tipp: Gerade für die Eisbar in Queenstown gibt es regelmäßig Angebote bei bookme.co.nz
Tipp2: Ich hätte es nicht erwartet, aber der Fergburger ist wirklich der beste Burger den ich bis jetzt gegessen habe – probier ihn also unbedingt! Das gehört zur Queenstown-Experience einfach dazu, auch wenn die Schlange lang ist!


Es ist kein Geheimtipp, aber es war weit schöner als ich es erwartet hatte und wir hatten sehr viel Glück mit dem Wetter, da wir den Milford Sound bei strahlendem Sonnenschein erleben durften. Schon auf dem Hinweg gab es zwei Wanderungen und viele Stopps, die auch bei bewölktem Himmel sehr schön waren: Key Summit (ca. 3 Stunden return) und Lake Marian (ca. 4 Stunden return). Beim Lake Marian war es allerdings wirklich steil, nass und sehr steinig – es ist also kein Zuckerschlecken an den abgelegenen See zu kommen. Beim Key Summit hat mir besonders die Aussicht über die umliegenden Berge und (aus der Ferne) auf den Lake Marian gefallen.
Zwischendurch machten wir kurze Stopps an den Humboldt Falls (sieht man leider nur aus der Ferne) und den Mirror Lakes (bei uns zu windig für Spiegelungen) – es gibt also wirklich viel zu sehen und erleben bis man, auf der einzigen Straße die dort hinführt, beim Milford Sound ankommt.
Auf dem Rückweg   hielten wir bei den „Chasms“ – das Wasser frisst sich hier seinen Weg durch den Felsen.
Tipp: Warte (so wie wir) notfalls auf gutes Wetter – auf der Strecke von Te Anau zum Milford Sound gibt es viele schöne Stopps und mehrstündige Walks. Damit kannst du entweder auf dem Hinweg Zeit bis zum besseren Wetter überbrücken oder du machst all das auf dem Rückweg – je nach Wetterlage.


Der Nugget Point bietet, vom Leuchtturm aus (die gefühlt überall in Neuseeland gleich oder zumindest sehr ähnlich aussehen), einen schönen Blick über die Küste. Hier sieht man auch von weit oben Robben auf den Felsen herumliegen und im Wasser schwimmen – aber tatsächlich wirst auch du feststellen dass es viele Stellen in Neuseeland gibt, wo man aus nächster Nähe Seehunde oder auch Seelöwen erleben kann.


Dies war definitiv eines der Highlights in Neuseeland und etwas, was man eben nicht so oft macht im Leben: Whale Watching in Kaikoura. Es ist kein günstiger Spaß aber sehr professionell und (soweit ich das beurteilen kann) auch recht harmonisch mit den Meeresriesen. Diese sieht man aus knapp 50 Metern Entfernung vom Katamaran aus. Wir hatten Glück und haben gleich drei Wale gesehen, die etwa alle 45 Minuten für einige Minuten an die Wasseroberfläche kommen, wo man die Wasserfontänen und beim Abtauchen die Walflosse (Foto-Highlight!) sieht.
Doch mit den Walen nicht genug – zum Abschluss der Tour fuhr unser Boot noch in eine Delfin-Bucht, wo ich so viele Delfine wie in meinem ganzen Leben noch nicht auf einmal gesehen habe. Viele springen und schleudern sich selbst durch die Luft, was Teil des Jagens ist. Natürlich kommen diese neugierigen und extrem flinken Schwimmer nah an das Boot. Für mich ein super Abschluss, mit dem ich auch nicht gerechnet hatte.

Tipp: In Kaikoura sieht man hauptsächlich „Sperm whales“ (Pottwale), die nicht so spektakulär springfreudig sind wie Blauwale. Vielleicht hast du aber auch Glück und siehst einen Orka.


Entspannung vom feinsten in warmen und heißen natürlichen Quellen von Hanmer Springs. Das haben wir uns dann auf dem Rückweg von Kaikoura nach Christchurch gegönnt. Für alle Fans von Thermalquellen ein prima Tag.




Der Abschluss unserer ersten Camping-Tour führte uns glücklicherweise noch nach Akaroa. Die ehemals französische Stadt liegt knapp eine Stunde Autofahrt von Christchurch und ist so etwas wie das „Hobbiton für Menschen“ – mit wirklich sehr sehr schönen Häusern mit liebevoll gepflegten Gärten. Nicht zu vergessen ist dabei natürlich der hübsche Steg der hinaus in die Bucht von Akaroa führt – besser hätten wir unseren Trip nicht abschließen können.


Die zweite, etwas kürzere, Camper-Reise über die Südinsel führte uns zuerst über den Arthurs Pass. Dieser führt vom östlichen Christchurch an die Westküste (und umgekehrt) und  bietet währenddessen mehrere schöne Aussichtspunkte über die Berge und Landschaften Neuseelands. Besonders erwähnt sei hier der Castle Hill, bei dem uns und zahlreiche andere Touristen vielfältige Felsformationen in einer wunderbar wilden Landschaft begrüßten. Wir waren zwar nicht darauf vorbereitet, aber Einige kommen hier auch zum Bouldern oder Klettern bzw. Abseiling her.


Unser letzter Halt der zweiten Runde war dieses Mal: Mt. Cook. Am ersten Tag ging es zum „Hooker Valey“. Der dreieinhalb Stunden Walk führt zum Hooker Glacier, mit einem sehr schönen Ausblick über Gletschersee und auf den höchsten Berg Neuseelands.
Da wir, wie erwähnt, nicht so viel Glück mit dem Wetter bei den Gletschern hatten, haben wir uns Dank strahlendem Sonnenschein aber etwas gegönnt: 50 Minuten Rundflug über Mt. Cook, Fox und Franz Josef und Abel Tasman Glacier (Grand Traverse). Es war beeindruckend die rauhen Berge und die riesigen Eismassen zu sehen. Umso mehr freuen wir uns auf den nächsten Neuseelandbesuch, bei dem wir sicher unser Glück nochmal mit dem HeliHike probieren werden.

 


 

Erlebnisse, die meine Zeit besonders gemacht haben:

Am Ersten Tag in Auckland entdeckten wir beim schlendern die Silos am Hafen mit großen selbstgemachten Schildern „Ausstellung“. Beim vorsichtigen Blick in die hohen Betonröhren entpuppten diese sich als Ausstellungsräume, in denen uns freundlich Elan begrüßte und einlud, dass wir seine Fotos (kostenlos) anschauen sollten. Er wollte auch gern mal in Deutschland ausstellen – also falls Jemand möchte könnt ihr ihn hier erreichen und einige seiner Werke anschauen. Besonders dabei waren seine leicht künstlerverrückte Art, das sehr herzliche Willkommen und dass er direkt ein Foto von uns und einem seiner Werke machte.

Bei den Waitangi Treaty Grounds erwartete uns wie beschrieben eine Kampf- und Tanzkunst-Show. Kurz vor Beginn wurde ein Freiwilliger gesucht. Mutige vor und zack wurde ich zum „Chief“ der Besuchergruppe ernannt und wir bekamen Sonderplätze und Sonder-Aufmerksamkeit der Darbietenden. Das allerdings erst nachdem ich eine kurze improvisierte Rede halten musste, die glücklicherweise die Maori überzeugte, dass wir in Frieden kommen und nur neugierige Touris sind.

Oft sind es (manchmal auch nur kurze) Begegnungen auf Reisen mit besonderen Menschen, die für mich die Zeit so besonders machten. Eine davon war der „Kapitän“ der aus Hamburg kommt und dort Touristenrundfahrten macht. Dies allerdings nur sechs Monate pro Jahr und den Rest verbringt er in Neuseeland. Falls er das hier lesen sollte: Danke für viele Tipps und ein offenes Gespräch über Neuseeland.

Es gibt Dinge während der Reise, die nicht jeder andere Besucher erleben kann. Das liegt meist auch an der Zeit des Aufenthaltes. Bei uns war es kurz vor Weihnachten und deshalb durften wir – unerwartet – eine Kiwi-Weihnachts-Parade miterleben. Ein herrliches Erlebnis, dass ich als Mischung aus Karneval, Kitsch und einem Hauch Disneyland empfand.

Ein Geheimtipp von unserem Vineyard-Chef, Ben: Nördlich von Kaikoura der Straße etwa für 20 Minuten folgen bis zu einem Wasserfall. Dort findet man Seehunde und deren Junge, die man aus nächster Nähe beobachten kann – obwohl man nicht näher als 10 Meter heran gehen sollte. Wenn du auch dort bist pass auf, dass du keine übersiehst und darüber stolperst.

Dank der Empfehlung des Kapitäns ging es in Wellington ins Kino: Der Hobbit 3. Allerdings nicht nur irgendein Kino. Vielmehr ist es DAS Premierenkino von Herr Der Ringe, auf dessen bequemen Sesseln die Namen der damals gesessenen Schauspielern eingraviert sind. Insgesamt ein schönes Erlebnis in TOP Sound und Bildqualität mit sehr hübschem Ambiente.

230-IMG_4993Das erste Mal ist vermutlich immer etwas besonderes, aber unser erstes Mal war dazu auch besonders schön und sogar günstig. Die erste Nacht im Camper verbrachten wir in der Bucht von Taputoputu und kamen passend zum Sonnenuntergang am Strand an. (Für alle die sich übrigens vorstellen dass wir ständig schwimmen und am warmen Strand waren – da muss ich dich enttäuschen. Außer einmal kurz am Hot Water Beach hat sich keine Gelegenheit geboten, was meist am Wind lag, der sonnige Tage meist abkühlte.)

 

Manchmal muss man auf Reisen nicht nur über seinen Schatten, sondern auch mal von Brücken springen. In das kristallklare türkisblaue Wasser ging es einige Meter hinab. Hätte ich vorher geahnt wir verflixt kalt das Wasser ist, hätte ich es wohl nicht gemacht. Aber der sonnige Tag und zahlreiche andere Springer ließen mich optimistisch ins Nass hineinplumpsen. Nach dem ersten Mal war es dann auch auszuhalten.

Eine ganz besondere Überraschung erwartete uns an einem günstigen Campingplatz, an dem wir im Dunkeln abends ankamen. Am nächsten Morgen standen nämlich um uns herum hunderte von Autos auf der Wiese und es wurden ständig mehr. Was wir nicht ahnen konnten war, dass an diesem Tag ein Trabrennen auf der 50 Meter hinter den Bäumen liegenden Rennbahn stattfand. Aber es war ein unvergessliches Erlebnis, die entspannten Kiwis mit ihren Campingstühlen und BBQs zu sehen. Es war regelrechte Festivalstimmung – allerdings war das Publikum von Jung bis Alt und allesamt sehr entspannt. Auch wenn ich es in Deutschland noch nicht erlebt habe, denke ich dass Pferderennen in Deutschland anders ablaufen.

Der Abschluss unserer Zeit in Neuseeland war ein Rugby Spiel. Das erste der Saison um genau zu sein. Leider hatten die Crusaders gegen die australische Manschaft das nachsehen, aber es war sehr unterhaltsam und spannen wie die Typen aufeinander losgehen und wirklich alles geben, damit der unförmige Ball über die richtige Seitenlinie bugsiert wird. Ein Must-See für alle, die nach Neuseeland kommen!

Nachdem wir an zwei Stränden erfolglos nach Pinguinen Ausschau gehalten hatten, lasen wir in der Campermate App von Katiki Point. Dumm nur, dass wir viel zu spät ankamen , da der Küstenabschnitt um 19:30 Uhr geschlossen wird. Eben um die seltenen Gelbaugen-Pinguine zu schützen. Doch kurz bevor die Rangerin uns und andere Touristen recht ruppig rausschmiss, konnten wir einen Blick auf einen Pinguin im Gebüsch mit Jungem erhaschen. Dank meiner Faszination für die Tierchen sind wir dann auch bei der zweiten Runde über die Südinsel mit mehr Zeit hierhin gefahren und konnten viele Pinguine und auch einige Seehunde beobachten. (Das ganze ist übrigens kostenlos und die seltenen Vögelchen kommen zum Sonnenauf- und -untergang an die Küste!)

 

1-20150215_110901Ich hatte es mir fest vorgenommen – wenn ich da bin will ich einen Kiwi sehen. Als es dann soweit war wurde mir erst bewusst das die durchaus großen Vögelchen nachtaktiv sind. Deshalb sieht man sie im Willowbank Wildlife Reserve in einem Gebäude in dem es tagsüber dunkel ist. Das hat natürlich zur Folge, dass es Dank sehr reduziertem Licht keine Superfotos von ihm gibt, aber die Begegnung mit dem schnüffelndem Langschnabel hat mit sehr gut gefallen.

Adrenalin-City passt wirklich zu Queenstown und wir haben beide unsere eigene Dosis davon bekommen. Denise hat ein Paraglyding und ich einen Canyon-Swing, bei dem man sich auf unterschiedlichste Arten in den 60 Meter freien Fall stürzen kann. Zum Glück kostete der Zweite „Sprung“ nicht allzuviel und so bin ich direkt noch einmal mit dem Stuhl über die Abgrundkante gekippelt – einmalig!

Natürlich ist es ungewohnt Silvester nicht mit vielen Freunden oder Verwandten zu verbringen, aber so war es wirklich etwas Besonderes dieses Jahr. Wann hat man schon einen Countdown von einem echten Zauberer oder Feuerwerk mit Dudelsack-Begleitung? Ein guter Start ins neue Jahr!

Gemessen an der Dauer, war das das längste Besondere an meiner Reise. Vierzehn Tage Arbeit waren eine wirklich gute Erfahrung die zwar körperlich anstrengend, aber auch abwechslungsreich war. Besonders in positiver Erinnerung wird mir unser Chef Ben und dessen deutsche Freundin Eva in Erinnerung bleiben. Dank den beiden fühlte man sich sehr willkommen und wertgeschätzt und nicht etwa wie eine „billige Arbeitskraft“. Konkret äußerte sich diese warme Offenheit auch im gemeinsamen BBQ-Abend in dem nicht nur die festen Weinberg-Mitarbeiter, sondern auch die bunt gemischten Teilzeitkräfte (da ja zumeist internationale Backpacker). Da alle etwas mitbrachten war es ein herrlicher Abend der trotz „Total Fire Ban“ mit einem kleinen Feuerwerk beendet wurde. Also falls Jemand nach Backpacker Jobs auf der Südinsel nähe Christchurch (Waipara Valley) sucht – fragt nach Ben bei „Waipara Hills Vineyard“ und richtet liebe Grüße aus!

Du planst gerade deine Backpacker-Reise?

Dann findest du hier deine komplette Packliste für Neuseeland
(Mit Links und zum „Am-PC-Ausfüllen“ oder Ausdrucken)
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