5 Tage Dubai

Stadt der Extreme

TAG 1

Von Hannover ging es am 30.09. los nach Hamburg von wo aus Denise und ich nach Dubai fliegen sollten. Erstes Hindernis: Gepäckaufgabe mit Flachmann im Gepäck. Nach persönlicher Geruchsinspektion durch den Sicherheitsmann durfte aber auch der Apfelschnaps mitreisen. Mit Emirates ging es dann (mit wirklich leckerem Essen!) in die Luft, wo wir musikalisch unterhalten wurden von einem kleinen Jungen der in der Reihe hinter uns mehr oder weniger fröhlich vor sich hin sang – scheinbar exakt die Frequenz treffend, die die wunderbaren Ohrstöpsel NICHT filtern – aber nach einem freundlichen Hinweis gönnte der Junge uns auch ein wenig Nachtruhe.

Und dann – zack – waren wir auch schon in Dubai. Mit der Metro grob in die Richtung vom Hotel und von da mit dem Taxi – zum wohl zweitbesten/-teuersten Hotel. Da wir früh morgens ankamen und schon in das Zimmer konnten, haben wir den Tag am wunderschönen Strand direkt vorm Hotel mit Blick auf Burj al Arab (Segelförmiges Hotel – wohl das allerbeste/teuerste) und mit einem kurzen Mittagsschlaf verbracht. Am Strand hat mich dann auch direkt ganz kurz eine Qualle begrüßt – war aber entweder Glück oder die sind halt nicht direkt tödlich. Jedenfalls war es wie stärkeres Brennesselbrennen. Kann man machen – muss aber nicht.

Der Abend wurde dann typisch arabisch mit einer leckeren Pizza mit Blick auf den Yachthafen vor dem Hotel abgerundet. Davor aber haben wir eine SUPER Entscheidung getroffen: Nicht knapp 100€ für Essen oder Cocktails im Burj al Arab auszugeben, sondern in die Cocktail Bar auf dem Jumeirah Beach zu gehen. Ein herrlicher Ausblick mit Sonnenuntergang, Blick auf Burj al Arab (logisch!) und am Horizont die Skyline mit dem Burj Khalifa (Höchstes Gebäude der Welt!).

 


 

TAG 2

Neben dem wirklich traumhaften Strand mit dem wärmsten Meer was ich jemals erlebt habe (ca. 28°) hat das Jumeirah noch etwas zu bieten: Wild Wadi Waterpark! (Oder wie ich ihn nannte um nach dem Weg zu fragen: „Wasabi Waterpark“). Hier gab es vier Highlights: 1. Dropdown-Rutsche mit freiem Fall, 2. & 3. Zwei Gummireifen-Rutschen die entweder durch kurvige Rutsche oder nacheinander durch drei riesige Trichter schickt und 4. (mein Favorit!) die Aufwärts-Rutsche die einen gelegentlich mit Wasserdruck den Berg hoch schickt und dadurch eine ca. 10-15 minütige Fahrt um das komplette Gelände des Wasserparks ermöglicht. Kurz: ein Riesenspaß!

Nachmittags ging es dann auch zum nächsten Abenteuer: Wüstensafari! Nachdem wir Rihanna (Amerikanerin, nicht die Sängerin :P ) und drei Schwedinnen eingesammelt hatten ging es Richtung Wüste. Man konnte förmlich sehen wie Büsche und Gestrüpp immer weniger wurden. Nachdem ordentlich Luft von den Reifen gelassen wurde ging es dann von der Straße in den Sand – und das nicht zu knapp! So sehr dass unserem Fahrer prompt der halb Platte Reifen von der Felge gerutscht ist – also wurde der Photo-Stop vorgezogen und der Reifen wieder klar gemacht. Die Wüste ist durchaus beeindruckend mit den vielen Dünen, wobei man sich nicht der Illusion hingeben sollte, dass wir beim „Dune Bashing“ (Allrad-Auto-Tour durch die Dünen) allein gewesen wären – es waren wirklich VIELE Autos da unterwegs! Trotzdem war es eine sehr lustige, rucklige und abenteuerliche Fahrt die dann auch glatt lief.

Weiter ging es dann zum Wüsten-Camp, wo mich ein kurzes Kamel-im-Kreis-Reiten und ein Henna-Tattoo für Denise erwarteten. Was wir vorher nicht wissen konnten, dass der Tag an dem wir dort waren kurz vorher von der Regierung zum „Dry Day“ erkoren wurde. Deshalb gab es keine Musik und keinen Bauchtanz – dafür aber sehr leckeres Essen.

Nach und nach wurden dann die Gäste des Camps auch von ihren Fahrern abgeholt und es stellte sich heraus, dass wir die einzigen zwei Übernachtungsgäste waren :D Nunja – man zeigte uns, dass wir in einer oberen Etage eines offenen strohbedecktem Hauses schlafen würden. Nachdem wir uns schon darauf eingestellt hatten auf den Sitzkissen zu schlafen (die dort für alle Gäste die zuvor im Camp waren bereit lagen) und uns bereits eine halbwegs ebene bettähnliche Fläche ausgelegt hatten, kam dann doch ein Camp-Mitarbeiter mit zwei Matratzen und Schlafsäcken. Daraufhin bat man uns dann auch noch eine Schischa an, die wir gern noch etwas ausprobiert haben. Dann passierte etwas womit ich nicht mehr gerechnet hab: SANDBOARDING. Eigentlich hatte eine Tour-Organisatorin, die mich wegen des Dry Day vorgewarnt hatte, gesagt dass es das im Camp nicht geben würde. So kam es dann doch noch dazu, dass ich zweimal nachts die Düne runtergedüst bin. (TIPP: Macht das nicht wenn ihr nicht Snowboarden könnt – war sehr froh dass ich nicht hingefallen bin, da es direkt danach – ohne Dusche logischerweise – ins Bett ging!)

Die Nacht war erstaunlich frisch – hört man ja öfter, dass es kühl wird sogar in der Wüste – und wegen des hellen Mondes waren auch nicht unzählige Sterne zu sehen wie ich es erst erwartet hatte. Stattdessen kamen in regelmäßigen Abständen die Flugzeuge von und nach Dubai – aber wir wollen ja mal nicht meckern. Auch nicht über das herzerwärmend angerichtete Frühstück aus ungetoastetem Toast, Würstchen, Erdbeermarmelade und gekochten Eiern. Dazu noch etwas Mangonektar und schon waren wir soweit zufrieden.


TAG 3

Soweit gestärkt (Vorher haben wir noch Sonnenaufgangsfotos von der Düne aus gemacht!) wurden wir dann auch vom Fahrer direkt morgens zum Jumeirah Beach und (zu einem fairen Preis) noch weiter in das zweite Hotel in dem wir übernachten würden, gefahren.

Von da aus ging es dann auch auf die Suche nach der BigBusTour – nach Anlaufschwierigkeiten kamen wir dann auch zum Bus-Shuttle, dass uns zur nächsten Haltestelle fuhr. Mit dem offenen Bus (z. T. natürlich auch klimatisiert – aber wir haben lieber im offenen Bereich gesessen) ging es dann durch Dubai, wobei man einen sehr guten Eindruck von der Stadt bekommen hat. Bei dem einen Stop an einer Mosche sind wir dann auch einmal ausgestiegen (HopOnHopOff) und kurz Fotos gemacht. Aber ohne den Fahrtwind kam dann doch die Hitze und trieb uns per Taxi zu Mall, wo ein riesiges Aquarium (z. T. frei einsehbar von außen) und der Eingang zum Burj Kalifa ist. Das war gut zu wissen wo der Eingang zum höchsten Gebäude ist, auch wenn ich – wie wir dann feststellten – mich im Datum vertan habe und wir einen Tag zu früh da waren. Typisch Jonas! Jedenfalls ging es dann wieder per BigBus die „Beach Tour“ entlang (am Burj al Arab und unserem vorigen Hotel vorbei) zum Startpunkt, wo wir wieder vom Shuttle-Bus zum Hotel gebracht wurden. Zum Abschluss des Tages sind wir dann noch etwas draußen herumspaziert (und Essen gesucht), woraufhin wir überraschend auf eine schöne und belebte Strand-Promenade getroffen sind. Dort gab es dann Smoothies und Nudeln zum Abendessen.


TAG 4

Neben dem Hotel gab es einen Supermarkt in dem wir uns ein eigenes Frühstück gekauft haben – wir Sparfüxe :) Danach ging die Suche los – wir wollten eine Tour mit dem Wassertaxi machen (war in der BusTour inklusive) – gelandet sind wir dann bei der Fähre die uns für umgerechnet 10€ an das andere Ende von Dubai kutschierte: Noch einmal vom Meer aus am Burj al Arab, Jumeirah Beach und der Skyline von Dubai mit dem Burj Khalifa, für den wir ja bekanntlich Tickets hatten :)

Unser Ausstieg war beim alten „Souk“ (Markt), wo es schön aussieht man aber von Händlern mehr oder weniger penetrant „eingeladen“ wird zu kaufen. Bei einem Gewürzladen ohne „Kundenfänger“ habe ich dann auch erfolgreich gehandelt und eine Mischung von 30 auf 22 Dirham gehandelt (Wie es mir als Aufgabe mitgegeben wurde).

Dann ging es mit der (roten) zweiten der beiden BigBusTouren weiter durch Dubai bis zum Creek Walk, wo uns ein Museum, eine Moschee (die es – in Zukunft – alle 500 Meter geben soll!) und ein „altes Viertel“ erwarteten. Für mich war das der beste Stop der Touren, da man alles andere im Vorbeifahren sehen/fotografieren kann. Von da aus dann einen 500 Meter Marsch zur nächsten Metrostation (Ja – 500 Meter können unglaublich lang und heiß sein!) und zum Burj Khalifa. Langsam wurde es auch Zeit, da die Eintrittstickets für den Fahrstuhl sehr genau für eine bestimmte Zeit ausgestellt werden. Bei der Metro Haltestelle angekommen stellen wir fest dass man noch „ein Stück“ laufen muss. Nach gut 15 Minuten Marsch durch einen klimatisierten Tunnel und mit wachsendem Zeitdruck kamen wir dann erst einmal wieder zur Mall – die wir dann auch noch durchqueren durften. Jetzt wurde es langsam Zeitkritisch! Wie so oft wurde dann am Ende aber alles gut als wir zwei Minuten NACH unserer Ticket-Zeit trotzdem durch den Flughafen ähnlichen Check-In gelassen wurden.

Nach knapp 1,5 Minuten Fahrstuhlfahrt befand man sich auch schon im 124. Stock des höchsten Gebäudes der Welt – und es war hoch! Die Hochhäuser drumherum von oben zu sehen war schon eine sehr interessante Erfahrung. Nach einer ausgiebigen Fotosession ging dann langsam aber sicher auch die Sonne unter, wobei sie eher am dunstigen Himmel verschwand – was aber auch ok war. Auf jeden Fall eine besondere Erfahrung die ich jedem Dubai-Besucher empfehlen kann. Auf der Fahrstuhlfahrt herunter waren wir dann noch mit irgendeinem wohl recht hohen/angesehenen Scheich im Fahrstuhl der auch vom Personal persönlich verabschiedet wurde. Für uns wurde es dann aber endlich Zeit etwas zu essen!

Dann stand der „Fountain“ auf dem Plan – die Wasserspiele neben dem Burj Khalifa. Super Plan – den ca. 100.000.000 andere Menschen mit uns gemeinsam hatten. Vermutlich lag es an dem zweithöchsten Feiertag, aber es war WIRKLICH voll mit Menschen (Bitte einfach Fotos ansehen – das kann man nicht beschreiben!). So kam es dass wir erst von etwas weiter weg so halb die Show gesehen und gefilmt haben, wobei die Menschenmassen wirklich nicht ohne waren. Dementsprechend haben wir uns dann auch rasch nach der Show etwas weiter weg entfernt. Denise hatte dann die Idee an der anderen Seite des „Fountains“ entlang zurück zu gehen. Wie sich rausstellte die BESTE IDEE DES TAGES! Auf einmal standen wir nämlich direkt an den Fontänen und die Musik fing gerade an – folglich hatten wir einen perfekten Blick auf die gerade beginnende Show (Die wie ich eben gelesen habe natürlich auch die höchste Fontäne der Welt enthält!).

Nach diesem ereignisreichen Tag ging es dann auch per Metro zurück zum Hotel, wobei wir auch hier natürlich nicht die einzigen Menschen waren die dies tun wollten – also brav anstehen. Glücklicherweise waren es wohl viele Einheimische, die nicht in unsere Richtung mussten und wir so recht fix in die Bahn einsteigen konnten.

 


TAG 5

Langsam hieß es Abschied nehmen – von Dubai und voneinander. Ein letzter Strandspaziergang mit frischem Smoothie durch das warme Meer und dann zum Hotel – per Taxi mit Gepäck zur Metro und dann wieder am Flughafen angekommen.


 

Generell zu Dubai:

  • Es ist WIRKLICH heiß und es ist wirklich groß, bzw. WEIT – wenn du da bist: GEH NICHT ZU FUSS wenn es sich vermeiden lässt!
  • Es ist ein echtes Temperatur-Wechselbad zwischen außen und innen – es ist so gut wie alles Klimatisiert: Bus, Bahn und auch die Haltestellen.
  • Man kann sich aber mit der Bahn/Metro sehr gut und recht preisgünstig fortbewegen – ggf. mit Taxi kombinieren, was auch nicht sehr teuer ist.

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