Fraser Island

Früh morgens wurde ich für das nächste Abenteuer vom Hostel abgeholt. Nach 45 Minuten Informations- und Abschreckungs-Video, in dem alle Gefahren von Fraser Island aufgezählt wurden und dann noch dreimal wiederholt wurden, wusste man in etwa dass man nie wieder lebend da raus kommt. Nach zwei weiteren „kleinen“ schlechten Nachrichten ging es dann auch schon in die Jeeps, aber A) nicht über den Strand da gerade Flut war und B) wird nicht gecampt (Zelte im Sturm kaputt gegangen), sondern in das Hostel, was aber mehr Luxus war als Camping und folglich nicht so schlimm war :)

David hat uns dann als Engländer auch sicher über die Straße kutschiert, dann mit der Fähre rüber gemacht und DANN ging es durch den Sand und zwar nicht zu knapp. Zur Erklärung: Bei Ebbe kann man nah am Wasser fahren und das Ganze ist quasi wie eine Straße – easy going! ABER wenn (wie gerade) Flut ist geht es durch den weichen Sand, was das Lenken und Beschleunigen nicht ganz einfach macht, aber auch das hat der Gute souverän gemeistert. Nach einem kurzem Willkommen im Hostel und auf Fraser Island ging es dann zum Lake Wobby. Über einen großen „Sandblow“ (Wanderdüne) ging es zum Süßwasser-See und zum ersten Mal (von vielen Malen) schwimmen.

Auf dem Rückweg gab es den ersten Fahrerwechsel und diesmal (bei Ebbe!) hab ich einen der drei Jeeps zum Hostel zurück bugsiert, was aber dank Automatikschaltung wirklich einfach war. Abends gab es dann BBQ und Lagerfeuer. Am Strand gab es dann nicht nur leuchtende Sterne – begeistert war ich vom leuchtenden SAND. Wenn man mit dem Fuß hindurch wischte sah man die Glühwürmchen-Punkte für ein paar Sekunden leuchten. Ich muss allerdings nochmal rausfinden was das war was da leuchtet ;)

Am Nächsten Tag ging dann auch, nach einem leicht bewölkten Sonnenaufgang, das „Sightseeing“ zu den Highlights der Insel los. 1. Stop: Champain Pools, wer die Bilder sieht weiß warum die so heißen. Dort haben wir dann auch die ersten Schildkröten und Rochen im Wasser gesehen und konnten dank der geschützten „Becken“ auch im Meerwasser schwimmen. Von da aus ging es zum Mittagessen an einen Geheimtipp-See (Namen leider vergessen) mit kleinen Süßwasserschildkröten. Der nächste Stop waren die „Pinnacles“ Sandsteinformationen (kein Riesenhighlight aber hübsch). Danach kam aber mein lang ersehntes Highlight: Das Maheno Schiffswrack, das übrigens im zweiten Weltkrieg als Ziel für Schießübungen genutzt wurde :)

Auf der Rückfahrt haben wir dann noch einen der berühmt berüchtigten Fraser Island Dingos am Strand entdeckt und konnten kurz neben ihm her fahren – auch das ein gebührender Abschluss eines wunderbaren Tages.

Der Letzte Tag begann wieder früh und startete mit einer Tour durch den Wald „Pile Valey“ (Aus den besonders stabilen Bäumen, die es nur auf Fraser Island gibt, wurde der Sueskanal begaut!) und ging dann weiter zum Lake Mckencie. Mein Lieblingssee auf Fraser, an dem wir dank unseres Tourguides etwas abseits von den Touristengruppen in einer „eigenen“ Bucht unter anderem die „Sand-Dusche“ nutzten. Dabei ist es eine Mischung aus Peeling und Schampoo, also für Haut und Haare. Dann weiter zur „Central Station“ einem ehemaligen Baumfäller-Ort mit Regenwald. Von hier aus dann leider schon wieder runter von meiner Lieblingsinsel in Australien! Den Abend haben wir dann mit einem Teil der Gruppe in Hervey Bey verbracht, um gemeinsam mit dem Greyhound weiter zu reisen.

 

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