Welcome to Sydney

Dank Airport-Shuttle ging es bis vor die Hostel-Haustür. Auf dem Zimmer wurde ich dann herzlich von meinen ersten Mitbewohnern begrüßt: Engländer, Finne und Schwedin. Soweit ein guter Start. Weiter ging es auf Entdeckungstour in die Stadt. Am Wasser entlang und durch den botanischen Garten zur Macquire Bank, von wo aus man einen wunderbaren Blick auf Opernhaus, Skyline und Harbour-Bridge hat. Dort gab es das obligatorische Keks-Frühstück und eine ausgiebige Fotosession. Dann ging es weiter – wie sollte es als Tourist anders sein – zur Oper, wo ich auf der Rückseite auf den Seelöwen traf, der es sich auf den Stufen platt liegend bequem gemacht hatte. Zack – Akku leer! Erkenntnis des Tages: Ein Super-Zusatzakku hilft nix wenn man das passende Kabel nicht dabei hat um sein Photo-Smartphone zu laden. Also zurück zum Hostel wo ich dann mit zwei deutschen Mädels erstmal ordentlich Essen gegangen bin. Auf dem Rückweg dann ein kurzer Schreckmoment als VOR UNSEREM HOSTEL ein Feuerwehr-Auto parkt und damit nicht genug: Es kommen auch Feuerwehrleute aus der Hostel-Türe! Aber da ich hier schreibe ist mein gesamtes Hab und Gut NICHT verbrannt. War nur ein Fehlalarm :)

Am nächsten Morgen hatte ich dann nach dem (kostenlosen!) Frühstück (Toast mit Nutella, Milch dazu) auch schon zwei neue Mitbewohnerinnen, die mir von der „Free Walking Tour“ erzählten. Klang gut – war es auch! Zwar haben die beiden es an dem Tag nicht geschafft – aber ich! Dort hab ich, wie sollte es anders sein, dann auch den ersten (sehr sympathischen ! Ich hoffe er liest das ;) Deutschen kennengelernt. Mit dem ich die folgenden Tage öfter etwas unternommen hab. Die Tour an sich kann ich auch allen empfehlen – nicht nur weil sie kostenlos (freiwillige Spende) ist, sondern weil man das Gefühl hat dass der Tour-Guide Spaß an Sydney hat und gerne die teilweise sehr lustigen Geschichten über die Stadt mit einem teilt. So habe ich die meisten Touri-Highlights abgehakt und im Anschluss mit Olli und Adam (noch ein Deutscher!) weiter durch die Stadt geschlendert (Historischer Stadteil „The Rocks“ bei der Harbour-Bridge). Am nächsten Tag ging es dann mit der deutschen Boygroup auf die Fähre nach Manly-Beach. Nicht aber etwa zum Sonnen+Baden sondern viel mehr auf Entdeckungstour durch das Natur-Reservat in der Nähe, wo uns unvorbereitet Daherstromernde immer wieder schöne Ausblicke auf Meer, Klippen und rauhe Küste erwarteten. Auf der Rückfahrt mit der Fähre verabschiedete sich dann auch der Tag mit einem wunderbaren Sonnenuntergang hinter der Skyline von Sydney. Abends ging es dann tatsächlich noch mit dem Partybus (kein Witz!) vom Hostel zu irgendeiner Disco. Eine prima Möglichkeit noch mehr Leute aus dem Hostel kennen zu lernen. Mit diesem Mix aus neuen Bekanntschaften aus Irland, Amerika, Holland und Dänemark ging es am nächsten Tag dann zum Faulenzen zum Bondi-Beach (Stadtstrand von Sydney aber ganz hübsch).

Der nächste Tag stand dann wieder unter der deutschen Flagge. Olli hatte immer hervorragende Vorschläge für Unternehmungen. So sind wir – trotz grauem Nieselwetter losgezogen. Zuerst haben wir eine Freundin von ihm besucht (Kathi). Für mich war es äußerst spannend und interessant den beiden zuzuhören und mit ihnen auszutauschen, da die beiden schon eine Weile länger unterwegs waren. Nachdem der Regen nachgelassen hatte gab es dann noch eine Pizza am Strand und dann ging es mit Olli weiter für knapp drei Stunden auf den „Coastal Walk“. Wieder etwas was ich jedem empfehlen würde und was trotz grauem Wetter eine sehr schöne Aussicht hatte, auf Strandbuchten und Felsen-Küste. Glückskind wie ich ja nun mal einer bin kamen Olli und ich auch nur wenige Minuten vor einem riesigen Gewitter in den sicheren Bus Richtung Hostel. Auch am Tag darauf sind wir (Olli, Kathi und ich) dem grauen Wetter trotzend losgezogen – Zuerst nach Paddington, durch einen Park dort und zurück in die Stadt. Ja – wir sind wirklich viel gelaufen. Generell habe ich das Gefühl lange nicht mehr so viel gelaufen zu sein – aber wer sich nicht bewegt sieht auch nix. In der Stadt angekommen haben wir etwas am Hafen gesessen, gequatscht und sind über die Harbour-Bridge gelaufen. Anschließend gingen wir dann zum „Lantil as everything“ (Dank an Kathi für den TIPP!) – ein veganes Restaurant in dem man zahlt was man möchte/kann. Ein schönes und leckeres Erlebnis ebenso wie ein spannender Geschäftsansatz der durchaus funktioniert. Auf dem Rückweg – wie am Vortag schon – fing es heftig an zu regnen. Halbwegs trocken im Hostel angekommen ging der Spaß los – einige Zimmer wurden „überflutet“. Nachdem das Regenrohr aber von der Bettbezugverstopfung befreit wurde ging nach einiger Aufregung auch alles wieder seinen Gang.

Für den dritten grauen Tag in Sydney habe ich mich dann mit Olli für das Australian Museum verabredet – etwas spät, so dass wir zum Ende hin etwas durch huschen mussten, da die Museen meistens schon um 17:00 schließen. Trotzdem ein spannendes Museum, was sowohl über Aborigine-Kultur (und die Konflikte/Fehler der Australischen Geschichte), über die Australische Natur und ihre vielfältige Tierwelt, bis hin zu Dinosauriern, Edelsteinen und einem „Skelett-Raum“, einiges zu bieten hat. Anschließend ging es dann zum „Noodle Market“ in der Nähe – ein kleines Festival mit vielfältigen Asiatischen Speisen und loungiger Atmosphäre im Park (Wir waren sehr früh da, also nicht so viel los und es war noch hell). Danach haben wir den Abend an der Oper gemeinsam ausklingen lassen, da dies auch Ollis Abschied von Sydney war. Nächster Tag: Eher eine nicht so tolle Erkenntnis – Bed Bugs! Wunderbare Stiche in einer Linie am Hals und am Rücken. Hat mich aber nicht umgebracht – habe am Tag drauf das Zimmer gewechselt und einmal kostenlos (heiß!) waschen dürfen :) Bis jetzt scheine ich die Biester damit losgeworden zu sein. Tagsüber bin ich wieder durch Sydney geschlendert und habe im botanischen Garten gelesen. Abends ging es dann nochmal mit Leuten aus dem Hostel zum „Noodle Market“ der diesmal brechend voll, dafür aber im Dunkeln sehr hübsch beleuchtet war.

Der Tag darauf war ein nicht großartig nennenswerter Tag mit Organisation, Planung und Programmierung. Umso schöner war es als ich von der „Hostel-Crew“ bestehend aus Amerikanerinnen, Holländer und Dänen am nächsten Tag mit in die Blue Mountains genommen wurde (Hierzu später mehr). Nach einem lustigen letzten Abend (u. a. mit „Goon“ – dem weinartigen Backpacker-Getränk schlechthin weil günstig und viel Alkohol) ging es dann am Morgen auch an das erste Mal Auschecken und Aufbrechen. Da der Bus erst nachmittags los fuhr ging es nochmal nach Manly Beach zum Entspannen in der Sonne (reichte auch langsam mit grauen Tagen!). Es war ein wirklich SUPER-Abschluss, dass (nachdem ich zuerst mit drei recht frisch kennengelernten/unbekannten Leuten aus dem Hostel losgezogen bin) wirklich alle die lieben und sympathischen Menschen die ich bis dahin getroffen hatte (Ok – Olli und Roger waren schon vorher abgereist), noch einmal ebenfalls zum Strand kamen und wir uns dort voneinander verabschieden konnten. So schön es ist viele interessante uns sympathische Menschen zu treffen – so bitter ist es dann, wenn man sich gerade besser kennen gelernt, wieder weiter zu ziehen. Doch das musste ich irgendwann – und Sydney hinter mit lassen!

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